Samstag, 26. Februar 2011

Bummel durch Buon Ma Tout (24.2.2011)

Das blaue Hotel in der Mitte war mein Domizil. Nach dem x-ten Hotel habe ich einfach aufgehört mir die Namen der Hotels merken zu wollen, stattdessen habe ich mir die jeweilige Visitenkarte eingesteckt und oft auch noch die Zimmernummer darauf vermerkt.

Eine überrachende Entdeckung. Diese leckeren Bonbons werden in Indonesien von der italienischen Firma Perfetti hergestellt und in ganz Asien vertrieben.
Der Markt für Haushaltswaren und Handwerkerbedarf traf ganz mein Interesse.
Bis vor den Laden zu fahren ist hier selbstverständlich und ganz unabhängig davon wie voll der Markt ist. 
Bewässerungsartikel und Agrarbedarf.
Eine Handbrause, garantiert Handarbeit.       Die hätte ich gerne gekauft.




Einachsschlepper werden erstmal ohne Motor verkauft, der Wunschantrieb wird erst dann dazu montiert.
Reis ist nicht gleich Reis, sondern vielfältig. 
Ein Reichtum den es für mich noch zu entdecken gilt.
Ein positives Überbleibsel der französischen Kolonialzeit, das zum vietnamesischealltag einfach dazugehört.
Nachmittags traf ich noch auf drei französisch sprechende Kanadier, die unheimlich kommunikativ waren.
Ihnen beim Einkaufen zuzuschauen war ein ganz besonders vergnügliches Erlebnis. Nach dem Schuhkauf wurde von den Damen, zusammen mit der Verkäuferin, noch ein improvisierter linedance hingelegt. 
Für mich hies danach packen und zum Busbahnhof aufbrechen. Auf mich wartete der sleeping bus nach Saigon.

Landpartie Buon Ma Tout (23.2.2011) Teil 2

 Am Ende habe ich doch noch Kaffeebohnen entdeckt, vermutlich die allerletzten der 2010 er Ernte. die lagen zum Trockenen vor einem Verkaufsladen.
 Dort wird natürlich auch Benzin verkauft. 
Die Ware kommt nicht mit dem LKW, sonder üblicherweise mit dem zweirädrigen Lastesel.
 gemeinschaftlich wird hier eine Bewässerungsleitung über die Straße verlegt. Übrigens die Pumpen für die Bewässerung sind an den Einachsschleppern angebracht. Dieses unverwüstliche Dieselross wird für alle motorbetrieben Arbeiten verwendet.
 Jackfruits auf dem Weg zum Endkunden.
 Der zurecht stolze Pfefferanbauer possiert hier vor seinen Pflanzen.
 Erntefrischer Pfeffer liegt zum trocknen aus.
 Die Beeren werden noch abgestriffen und trocknen noch weiter.
 Es geht immer mehr aufs Bike als einer glauben mag.
 Auf der Heimfahrt habe ich nocheinmal beim freundlichen Schmied vorbeigeschaut und eine Runde ausgegeben.
Nach einem so einem glücklichen Tag wartete auf mich nur noch mein 5 $ zu Hause und eine erholsame Nacht.

Landpartie in Buon Ma Tout (23.2.2011) Teil 1



Das Ziel meiner SehnSÜCHTE:

Der Kaffee 
An langen unverzweigten Trieben befinden sich an den Basen der Blattstiele Blütenüschel.
Die Blüten haben einen schwachen Duft der mich etwas an Citrusblütenduft erinnert. 
Dieser Duft millonenfach verströmt ist betörend schön und macht es mir gannz leicht ums Herz und bringt einem zum Strahlen.
Die ersten vorwitzigen Bohnen muß man suchen, da viele Felder erst gerade erblühen oder noch im Knospenstadium sind.
Die mit  Landschaft ist leicht hügelig und Kaffeefelder wechseln mit Gummiplantagen und Pfefferanbau.
Trockenheit ist ein großes Problem und die Bauern sind ständig mit dem Bewässern besschäftigt. das erfolgt meistens über einen Saugschlauch und Pumpe aus dem nächstgelegen Rinnsal. Die einzelnen Kaffesträucher sind in kleine Gruben gepflanzt in die das Wasser mittels Schlauch geleitet wird. alles in allem Zeitaufwendig. Einige wenige Regner die mit geringem Druck betrieben werden gibts auch zu sehen, das spart Arbeitszeit verschwendet aber Wasser. Tropfbewässerung habe ich niergends gesehen und auf Nachfrage war die auch unbekannt.


Das Handwerk, dass der landwirtschaft zuarbeitet blüht.
Der Schmied hat gut zu tun, Hacken, Schaufeln und Erntemesser zu produzieren.
Der kleine Betrieb ernährt eine Familie samt den angestellten Gesellen.
die Gummiplantagen erfordern ständiges Ernten und so sind viele Menschen in Brot und Arbeit, leider zu geringen Löhnen.
Der Anschnitt tropft etwa 4 Stunden und muß dann erneuert werden. 
Wie mein Papa vermutet hatte, gibts auch viele Imkereien, denn die Bienen sorgen für einen guten Fruchtansatz bei den Kaffesträuchern. 
Platziert werden sie aber unter den Schattenspendenden Gummibäumen und nehmen den Kulturpflanzen so auch keine Anbaufläche weg.






In diesen Bottich wird das Bienen recyceld.
Durch die kleinen Einflugslöcher wird der mitgebrachte Pollen abgestriffen und landet in der Auffangschale. Den Pollen kann dann gesondert verkauft werden. Der erzeugte Honig bleibt hell und hat nur geringe Beimengungen von Blütenpollen, dies scheint auch den Kundenwünschen nach hellem und flüssigen Honig entgegenzukommen.
Hier wird der gesammelte Pollen getrocknet..

Donnerstag, 24. Februar 2011

Quy Nhon und der Tag mit Tomami, Abfahrt nach Nha Trang (19.2-21.2.2011)

Tomami
 Abends sprach mich diese Japanerin an und fragte ob ich auch mit dem Rad unterwegs wäre.
Wir stellten uns einander vor und hatten uns eine Menge zu erzählen. So verging der Abend wie im Flug. 
Für den nächsten Tag hatten wir uns für nachmittags verabredet um eine kleine Behinderteneinrichtung zu besuchen.


 Mein Frühstück am nächsten Tag, mit Sojasprossen und einem Shrimp gefüllte Pfannenkuchen. Mmmhh!
 Ganz frisch auf dem Holzkohleofen  in der Pfanne rausgebacken. Das ganze eine ausgeklügelte Pfannenkuchenproduktion auf 4 Pfannen.
 Nachmittags nochmal Pfannenkuchen auf Reismehlbasis, denn Tomami hatte beständig Apetit. 









 Der Besuch der Werkstätte war leider nicht sehr ergiebig, da nur ein paar behinderte Mitarbeiter vor Ort waren (Samstags). Doch konnnte man die Arbeitsplätze begutachten und einige taubstumme Frauen bei der Näharbeit lachen sehen. Kommunikation war doppelt schwer, da "reden" nur nonverbal möglich war. 
Die produzierten Taschen und Jacken wurden im Laden angeboten. In der Summe hatte der Werkstattladen Kunstgewerbe zu saftigen Preisen anzubieten. Der Kundenkreis beschränkt sich also auf Touristen die hier zur Besichtigung vorbei kommen. Die Betreuerin versicherte uns aber, dass auch  Lohnauftrage von Firmen ausgeführt werden.

 Am nächsten Tag hieß es schon wieder Abschied nehmen. Tomami war auf dem Weg nach Norden und will auch die nächsten Jahre weiterradeln.
 Ich verabschiedete mich noch von  unserer Gastgeberin Barbara und machte mich auf den Weg zum Bahnhof, dorthin wo die Sonntagsradler hinfahren. So fühlte ich mich zumindest in diesem Moment.
 Holzklasse gebucht, ich bin doch ein harter Hund. 
Nha Trang, ich bin auf dem Weg. Aber nur weil ich unbedingt ins südliche Hochland wegen des Kaffeeanabus will. 
Also besser Buon Ma Tout (die Kaffehauptstadt Vietnams) ich komme dir näher.
Zum sehen gabs meißt nichts, weil die Mitreisenden lieber die Sonne draußen lassen wollten.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Von Quang Ngai nach Quy Nhon

Auf dem Rückweg von My Lai zeigt der Wegweiser in Quang Ngai, ich bin ziemlich in der Mitte Vietnams angelangt. Die Küstenstadt bietet touristisch nicht viel, aber allein die Nachbarschaft zu My Lai und die Nähe des My Khe Strandes lohnt den Abstecher.

Die Busgesellschaften haben mich abblitzen lassen und mir erklärt, dass in den Minibussen Richtung Buon Ma Tout (Provinchauptstadt von Dak Lak und Kaffeeanbaugebiet erster Güte) kein Platz ist für ein Radl. So bleibt nur selber fahren oder der Zug nach Quy Nhon nehmen.

Das Fahrrad muß als Frachtgut transportiert werden und weil mein Zug nicht unter die Expressklasse fällt, wird es im selben Zug mitgenommen.

Telefonleitungen dieser Art habe ich in Deutschland schon lange nicht mehr gesehen. Ob es die wohl noch gibt?
Das Abteil ist klimatisiert und von Zeit zu Zeit kommt jemand vorbei der Essen und Trinken verkauft.

Nach 5 Stunden, Ankunft in Dieu Tre, mein heutiger Endbahnhof.

Die 2 Herrn haben mich zum Foto genötigt, wahrscheinlich wegen des Stolzes auf den kleinen Kerl.
Zeit hatte ich ja.

Der Weg zur Küstenstadt Quy Nhon führte an einer Lagune vorbei, die sich Spiegelglatt zeigte.








Ein Bildauschnitt verändert die Realität



Mein heutiges Ziel war Barbaras Backpacker Hostel. Ein Cafe mit einem Schlafsaal und 3 Stockbetten. Klingt ungemütlich ist aber im Gegenteil freundlich anheimelnd, ich mußte nur über das schmudlige Gemeinschaftsbad hinwegsehen.

Der Blick vom Gartentisch auf die Meeresbucht...


Fischer auf dem Weg zur Arbeit